Avanade, ein weltweiter Anbieter von Business-Technologie-Lösungen und Managed Services, präsentierte diese Woche die Business Intelligence(BI)-Trends, die die kommenden Monate bestimmen werden. Laut Avanade lauten die wichtigsten BI-Aspekte 2012 Mobile BI, Social sowie Self-Service BI, Big Data und in besonderem Masse BI in der Cloud. Die IT-Herausforderungen und BI-Trends 2012 im Überblick:
IT-Consumerization als Treiber von Mobile BI: Die stetige Zunahme persönlicher Geräte wie Smartphones oder Tablets im Arbeitsalltag, forciert auch die Nachfrage nach mobilen Geschäftsanwendungen wie BI. Laut führender Analysten werden 2013 ungefähr ein Drittel der BI-Funktionen über mobile Geräte abgerufen. Vor allem für Aussendienstmitarbeiter oder die C-Level-Ebene kann eine mobile BI-Applikation sinnvoll sein. Durch sie lassen sich Unternehmensentwicklungen jederzeit verfolgen oder wichtige betriebliche Informationen direkt zeit- und ortsunabhängig verfügbar machen.
„BI in the Cloud” auf dem Vormarsch: Viele Unternehmen wollen ihre BI-Lösung künftig in die Wolke outsourcen. Avanade rät in diesem Zusammenhang, Cloud-basierte Einsatzmöglichkeiten im BI-Umfeld genau zu prüfen – gerade bei zeitlich begrenzten und rechenintensiven Vorgängen wie etwa komplexen monatlichen Analysen. Setzen sie in diesem Fall auf die Wolke, fallen zum Beispiel nur für die tatsächliche Nutzung Kosten an. Der Einsatz eines Cloud-Modells im BI-Umfeld kann also deutlich günstiger sein als beispielsweise der Ausbau von Rechenzentrumskapazitäten.
Social BI für die Unternehmensstrategie: Das Schlagwort Social BI verknüpft Social Media und Business Analytics. Es verbindet somit das klassische Business Intelligence-System eines Unternehmens mit dem Social Monitoring. Konsumenten informieren sich vor dem Kauf eines Produkts im Internet, deshalb ist es für den geschäftlichen Erfolg einer Firma entsprechend relevant, die hier vertretene Nutzermeinung zu ihrem Produkt, ihrer Dienstleistung und zum Unternehmen zu kennen.
In-Memory-Technik für Self-Service-BI: Heute stellt die IT Reportings oder BI-Auswertungen zumeist zentral zur Verfügung. Der Trend entwickelt sich jedoch zu Self-Service-Funktionen: Auswertungen und Analysen werden künftig von den Fachbereichen selbst durchgeführt. Die IT ist lediglich für die Bereitstellung der entsprechenden Unternehmensdaten zuständig. Dies hat den Vorteil, dass die Fachbereiche nach ihrem Geschäftsmodell und je nach Einsatzszenario Daten aufbereiten können und nicht nach vorgegebenen Reportings arbeiten müssen.
Ein Daten-Steward mit BI-Expertise: Unternehmen können derzeit auf eine noch nie dagewesene Datenfülle zugreifen. Doch viele Firmen fühlen sich von dieser Informationsflut überfordert. Ein weiteres Problem ist, dass viele Daten wie beispielsweise E-Mails unstrukturiert vorliegen. Da sich die Analyse mit bisherigen BI-Systemen nur bedingt automatisieren lässt, wird die Nutzung unstrukturierter Informationen künftig die grösste Herausforderung für Firmen darstellen. Avanade empfiehlt daher: Entscheider sollten sich bei ihrer Analytics-Strategie nicht auf den Einsatz neuer Technologien beschränken sondern auch einen „Data-Steward“ im Unternehmen etablieren. Dieser befasst sich intensiv mit dem Thema Daten, nimmt eine entsprechende Vorreiterrolle ein, sensibilisiert und gewinnt Multiplikatoren.
Quelle: www.avanade.ch